Open Infra baut seit 2019 Glasfasernetze in Deutschland aus. Bis 2024 enthielten unsere Verträge einen kostenpflichtigen Glasfaseranschluss. In vielen Projekten kam dazu ein optionaler, kostenloser Internetdienst unserer Diensteanbieter für eine begrenzte Zeit. Diese Information richtet sich an Kundinnen und Kunden, die einen solchen Vertrag für einen kostenpflichtigen Glasfaseranschluss bis 2024 abgeschlossen haben und deren Anschluss noch nicht aktiv ist.
Unsere bisherigen Vertragsbedingungen sahen im Falle einer vorzeitigen Kündigung durch unsere Kundinnen und Kunden einen pauschalen Schadensersatz vor. Die Höhe richtete sich nach dem Stand des Ausbaus. Es gab jedoch Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieses pauschalen Schadensersatzes. Daher hat Open Infra bereits während der gerichtlichen Klärung auf die Erhebung eines pauschalen Schadensersatzes verzichtet.
Das Brandenburgische Oberlandesgericht hat nun entschieden. Open Infra wird deshalb auch künftig keine Pauschale berechnen, wenn Kundinnen oder Kunden diese Art von Vertrag einseitig kündigen, bevor der Anschluss bereitgestellt wurde.
Die Errichtung eines Glasfaseranschlusses erfolgt in vielen nacheinander folgenden Arbeitsschritten. Neben der Erschließung des Straßenzuges gehören hierzu die Herstellung des individuellen Hausanschlusses, das Einblasen der Glasfasern in das verlegte Leerrohr und die Aktivierung des Anschlusses. Kündigen Kundinnen oder Kunden, nachdem wir mit dem Bau des individuellen Hausanschlusses bereits begonnen haben, kann dadurch ein Schaden entstehen. Diesen prüft Open Infra künftig für jeden Vertrag individuell und informiert die betroffenen Kundinnen und Kunden darüber.
Wie fast alle Unternehmen der Branche hat auch Open Infra in den vergangenen Jahren die Ausbauplanung überprüft und angepasst. Gründe dafür waren gestiegene Baukosten, ein verändertes Markt- und Finanzierungsumfeld, fehlende Genehmigungen oder eine zu geringe Nachfrage in einzelnen Projekten. Dadurch kam und kommt es für einige Kundinnen und Kunden, die ihren Vertrag bis 2024 abgeschlossen haben, zu längeren Wartezeiten auf ihren Glasfaseranschluss. Solche Verzögerungen können wir leider nicht ausschließen. Mit unserem Mikro-Cluster-Ansatz wirken wir dem nun jedoch aktiv entgegen. Kleinere Ausbaugebiete, die nicht von den Verzögerungen betroffen sind, werden herausgelöst und vorrangig realisiert.